Datenverwendungsrichtlinien

Stand: Oktober 2014

Dieses Dokument erläutert die Richtlinien für die öffentliche Kommunikation von comScore-Daten.

Öffentliche Kommunikation von Daten

  • Unternehmen, die comScore Daten für Werbezwecke verwenden, müssen diese von comScore erworben haben („Kunden“), es sei denn, diese Daten sind bereits durch autorisierte Quellen veröffentlicht worden. Als Quellen sind hierbei die comScore Webseite, Pressemeldungen von comScore und andere öffentliche Kommunikation sowie Presseartikel zu verstehen. Nicht-Kunden sind verpflichtet, sich ebenfalls an die relevanten Datenverwendungsrichtlinien zu halten.
  • Kunden müssen ihren Client Service Ansprechpartner mit der Bitte um Freigabe kontaktieren. Dieser wird die Anfrage mit dem comScore Marketing Team prüfen, bevor dem Kunden die Freigabe erteilt wird, comScore Daten zu publizieren.
  • Wenn ein Kunde fehlerhafte Daten veröffentlicht und der Aufforderung von comScore, sie zu korrigieren, nicht fristgerecht nachkommt, behält sich comScore das Recht vor, die korrekten Daten zu veröffentlichen oder sie denjenigen zur Verfügung zu stellen, die sich danach erkundigen.
  • comScore Mitarbeiter dürfen in Pressemeldungen von Kunden nicht mit werblichen Kommentaren zitiert werden. comScore muss seine Position als objektives, unabhängiges Marktforschungsunternehmen erhalten und kann nicht den Anschein erwecken, einzelne Kunden würden bevorzugt. Spezifische Ausnahmen von dieser Regel, in denen comScores Position als unabhängige Partei nicht gefährdet ist, kann es geben (z. B. Studien von Verbänden, die im Namen einer ganzen Branche in Auftrag geben werden).
  • Für die Nutzung von  comScore Marketing Solutions-Daten gilt folgende zusätzliche Anforderung: Die Verwendung dieser Daten muss vom zuständigen CMS-Team geprüft und freigegeben werden. Als Quelle dieser Daten muss das jeweilige Team, das die Daten erstellt hat, explizit genannt werden.

Darstellungs- und Formatierungs-Richtlinien

  • Wenn ein Kunde sich auf einen bestimmten comScore Report bezieht, ob individuell oder lizensiert, ist der Report unter Verwendung des korrekten Namens als Quelle anzugeben.
  • Die comScore Produkte/Services, Erhebungszeiträume und Regionen müssen korrekt angegeben werden (z. B. „Quelle: comScore MMX, Juni 2013, U.S.“). Ebenso sollten die verwendeten Metriken angegeben werden (z. B. „Unique Visitors“).
  • Syndizierte comScore Daten sollten nicht als „Studie“ oder „Umfrage“ bezeichnet werden, sondern als Daten, die von einem Anbieter von digitaler Reichweitenmessung erhoben worden sind.
  • Kunden, die comScore Daten zusammen mit Daten aus anderen Quellen oder anderen comScore Ergebnissen (z. B. Standard- und Custom-Kategorien) nennen, müssen die unterschiedlichen  Datensätze klar voneinander differenzieren. comScore Daten dürfen nicht im direkten Vergleich mit Daten anderer Anbieter von Reichweiten- oder Web Analytics-Messung eingesetzt werden.
  • Kunden, die ein Unternehmensprofil von comScore in Pressemeldungen integrieren möchten, finden die aktuellen Unternehmensinformationen im Pressebereich der comScore Webseite unter: www.comscore.com/companyinfo.
  • comScore und die Namen der Geschäftsbereiche sind in vielen Ländern eingetragen Marken und müssen entsprechend dargestellt werden. Dies schließt den korrekten Einsatz von Groß- und Kleinschreibung auch am Anfang eines Satzes und die Verwendung der entsprechenden Kennzeichnung “®” für eingetragene Marken ein (z. B. "Media Metrix", "Digital Analytix", "MMX", "vCE", “UDM", "Unified Digital Measurement“ sowie das "comScore" Logo). Wichtig: In für den europäischen Markt bestimmten Kommunikationsinhalten ist nicht “Media Metrix®” sondern immer “MMX™” zu verwenden.Beispiele:
    • comScore, Inc.
    • comScore Media Metrix® (comScore MMX™ in Europe)
    • comScore Digital Analytix®
    • comScore Mobile Metrix
    • comScore AdEffx

Richtlinien zur Darstellung von Reportingeinheiten

  • Die Bezeichnung von Webseiten und anderen Reportingeinheiten muss mit der in den syndizierten comScore Reports verwendeten Bezeichnung übereinstimmen – z. B. “Match.com” oder “Match.com Sites”, je nachdem, was in dem Report angegeben ist. Abkürzungen der Bezeichnung können dann eingesetzt werden, wenn in einer begleitenden Fußnote deutlich wird, auf welche Webseite oder Reportingeinheit sich die Daten beziehen.
  • Alle für Kunden individuell angefertigten Reports und Studien, aus denen Daten zitiert werden, müssen in der Fußnote entsprechend gekennzeichnet werden, unabhängig davon ob die jeweiligen Daten aus comScores syndizierter Produktreihe oder proprietärer Forschung stammen. Beispiel:  „Individuell von comScore für (Kundenname) erstellte Studie (Monat, Jahr).“
  • Custom Entities (in comScores syndizierten Reports mit einem [E] gekennzeichnet) sind individuell vom Kunden definierte Aggregationen von URLs oder eine alternative Sicht auf ein Portfolio. Es wird empfohlen, die spezifischen URLs, die in der jeweiligen Custom Entity aggregiert worden sind, anzugeben.
  • Wenn ein Kunde nicht alle URLs angeben möchte, aus denen sich die Custom Entity zusammensetzt, behält comScore sich das Recht vor, diese Information Medienvertretern oder Kunden auf Anfrage zur Verfügung zu stellen. Transparenz ist entscheidend für öffentlich publizierte Daten und interessierte Parteien sollten in der Lage sein, die Validität von datenbezogenen Behauptungen zu überprüfen.
  • Da Custom Entities individuell von Kunden definiert sein können, entsprechen sie möglicherweise nicht den Standards, denen die „Ranked Categories“ Reports zugrunde liegen. Custom Entities sollten daher nicht für Wettbewerbsvergleiche genutzt werden, es sei denn, es handelt sich hierbei um reine Domains und nicht um eine Aggregation von URLs oder individuellen Reportingeinheiten. In Ausnahmefällen sind Wettbewerbsvergleiche auf Grundlage von Custom Entities und nur nach Freigabe von comScore möglich, falls die entsprechende Reportingeinheit die bestmögliche Vergleichsgrundlage bietet.
  • Wenn comScore Digital Analytix Kunden Ihre Digital Analytix Daten verwenden möchten, ist „Digital Analytix“ als Quelle anzugeben. Darüber hinaus müssen die Metriken entsprechend der Bezeichnung in Digital Analytix genannt werden. Kunden sollten im Bezug auf Digital Analytix Daten nicht den Begriff „Unique Visitors“ verwenden, da comScore hier den Term „Unique Browser“ zur Differenzierung von der gebräulichen Reichweitenmetrik „Unique Visitors“ verwendet. Den beiden Maßeinheiten liegen unterschiedliche Erhebungsmethoden zugrunde, so dass eine entsprechende Differenzierung der Begriffe wichtig ist.

Richtlinien zu Rankings

  • Bei der Angabe von Positionen innerhalb eines Rankings muss angegeben werden, welche Auswahlkriterien dem Ranking zugrunde liegen, z. B. die entsprechende Kategorie, die comScore in den „Ranked Categories“ Reports verwendet. Wenn der Kunde andere als die von comScore definierten Kategorien nutzt, muss in einer Fußnote erläutert werden, dass es sich um eine individuell gebildete Kategorie handelt. Darüber hinaus muss angegeben werden, welche Reportingeinheiten in die Auswahl miteinbezogen worden sind.
  • Jegliche Kommunikation, die sich auf ein vom Kunden selbsterstelltes Ranking bezieht, darf nicht direkt comScore zugeschrieben werden; es sollte jedoch erwähnt werden, dass das vom Kunden erstellte Ranking auf comScore Daten beruht (z.B. „ABC ist das führende Angebot im Bereich XYZ“; Fußnote: „Ranking erstellt von ABC auf Basis von comScore Daten.“).
  • Es wird generell empfohlen, dass benutzerdefinierte Rankings, die von Kunden selbst erstellt wurden und auf comScore Daten basieren, gelistete Reportingeinheiten aus comScores „Ranked Categories“-Darstellung verwenden. In Ausnahmefällen kann es vorkommen, dass Kunden Eins-zu-Eins-Vergleiche auf Marken- oder Content-Ebene vornehmen möchten, um Wettbewerbsvergleiche auf der bestmöglichen Vergleichsgrundlage kommunizieren zu können. Solche Vergleiche sind unter der Voraussetzung zulässig, dass comScore die Vergleichbarkeit der Reportingeinheiten im entsprechenden Kontext untersucht und als gegeben ansieht.
  • Die Unified Digital Measurement (UDM) Datenerhebungsmethode ist in allen Märkten die offizielle Datenquelle für individuelle Webseiten und Kategorien-Rankings.
  • Rankings dürfen nicht auf benutzerdefinierten Sub-Kategorien basieren, die zwischen Unified Digital Measurement (UDM) und nicht-UDM Reportingeinheiten differenzieren (z. B. „XYZ ist die größte UDM Sport-Webseite“ wenn sie im Ranking der „Sports“-Kategorie auf Platz 5 gelistet ist).
  • Kunden dürfen ihre syndizierten Multi-Plattform-Reichweitenwerte in der öffentlichen Kommunikation verwenden. Diese können aggregiert oder auf Grundlage individueller Plattformen dargestellt werden (z. B. “Total Digital Population“ oder “Exclusive Mobile“), dabei ist das entsprechende comScore Produkt wie beschrieben als Quelle anzugeben.

Richtlinien zur Darstellung von Trends

  • Methoden zur Messung digitaler Reichweiten werden kontinuierlich weiterentwickelt, was die Darstellung von Trends beeinflussen kann. In der Regel ist dieser Einfluss gering, es kann aber methodologische Änderungen geben, deren Auswirkungen auf Trendentwicklungen signifikant sind. Da comScore bereits publizierte Daten nicht auf Grundlage neuer Methodologien rückwirkend anpasst, sollten Daten aus zurückliegenden Berichtsperioden als historische Momentaufnahme angesehen werden.
  • Kunden können Reichweitenveränderungen, die anorganisches Wachstum enthalten, kommunizieren, sollten dies jedoch mit der gebotenen Zurückhaltung tun, wenn der Einfluss des anorganischen Wachstums auf die Traffic-Entwicklung signifikant ist. Auf Rückfragen der Fachpresse wird comScore die Faktoren, die eine anorganische Veränderung hervorgerufen haben, transparent machen.
  • Wenn möglich sollten Kunden es vermeiden, anorganisches Wachstum zu propagieren (sei es als Wachstumsrate oder Veränderung im Ranking), welches zum größten Teil auf den Wechsel zur UDM-Datenerhebungsmethode zurückzuführen ist. In Fällen, in denen der Verweis auf Reichweitenentwicklungen die einzige Möglichkeit für den Kunden darstellt, um UDM-Daten und Nicht-UDM-Daten miteinander zu vergleichen, ist dies gestattet. In diesem Fall muss die Fußnote wie folgt auf die Methodenänderung hinweisen: „[Webseite] hat zum [Datum] comScores UDM-Datenerhebungsmethode eingeführt. Die dargestellte Veränderung basiert auf einem Vergleich von UDM-Daten mit [nicht-/teilweise hybridisierten] UDM-Daten und kann auf der Methodenumstellung basierendes anorganisches Wachstum enthalten.“
  • Kunden sind angehalten, mit Trendanalysen, die bis in Beta-Phasen zurückreichen, vorsichtig umzugehen, da diese möglicherweise methodologisch nicht konsistent sind. Entsprechend sollten die Zeiträume, die auf Beta-Daten beruhen, in der Quellenangabe genannt werden.